Mehr Räder auf die Straße – 2017

In meiner Masterarbeit wollte ich mich einem Thema widmen, welches mir selbst schon lange auf dem Herzen liegt. Dem Fahrrad. Ich selbst bin stolzer Besitzer von sechs Exemplaren und fahre selbst im Winter am liebsten Rad, um von A nach B zu kommen. Nur steh ich damit recht allein da. Lediglich 9 % nutzen das Rad für ihren Weg zur Arbeit. Eine viel zu geringe Zahl im Vergleich zu den 49%, die das Auto nutzen. Das muss sich ändern, besonders im Hinblick auf die aktuellen Diskussionen um Dieselfahrverbote und mehr Elektroautos in den Städten.

Bei einem Blick in die Werbelandschaft von Fahrrad und Automobil stellte ich einen interessanten Trend fest. Das Auto wird als Maschine für die Freiheit und den Fahrspaß im Alltag beworben, wohingegen das Fahrrad von den großen Herstellern überwiegend als Hightech-Sportgerät ins Rampenlicht gestellt wird. Die Realität im Berufsverkehr sieht vielerorts genau andersrum aus. Mit Auto muss man sich im Stau anstellen, während die Radlerin entspannt daran vorbei fahren kann.

Klar war also: Das Fahrrad muss neu beworben werden. Es muss eine Wandlung vom Sportgerät zurück zum allgemeinen Verkehrsmittel erfolgen. Um dies zu schaffen, suchte ich mir eine Werbekampagne von Porsche aus dem Jahr 1993 um diese für das Fahrrad umzukrempeln und dem Autofahrer den Spiegel vorzuhalten.

Entstanden sind Anzeigen für Automobilmagazine, welche dem Leser eine bessere Alternative zum Auto aufzeigen soll. Die drei Motive sind natürlich ebenso im Social Media Umfeld nutzbar. Zusätzlich zu den Printmotiven entstand ein kleiner Spot, welcher als kurze Werbung vor YouTube Clips angedacht ist. Zusammengefast wird das Ganze in einer Webseite, die auf weitere Vorteile des Radfahrens eingeht und über Aktionen des Changing Cities e.V. informiert. Der Verein tritt als Absender auf und ist unter anderem für das erfolgreiche Gelingen des Volksentscheid Fahrrad in Berlin verantwortlich.